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Читать: Лексикология немецкого языка - Светлана Александровна Учурова на бесплатной онлайн библиотеке Э-Лит


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1) Farbenbezeichnungen (weißgrün, schwarzrotgold);

2) Eigenschafts– und Zustandbezeichnungen (nasskalt, ernstheiter);

3) Bezeichnungen für Geschmacksempfindungen (süßsauer, bittersüß);

4) Bezeichnungen, die sich auf Staaten und Sprachen beziehen (russisch-amerikanische Verhandlungen, russisch-türkisches Wörterbuch). Diese Kopplungen von Adjektiven (in der Regel mit Bindestrich) können bei der Transformation in äquivalente syntaktische Wortgruppen umgesetzt werden.

Die Zahlwörter können determinative und kopulative Zusammensetzungen sein (zweihundert, zweiunddreißig). Strukturell gesehen sind sie Zusammenrückungen.

Die Zusammensetzung spielt beim Verb eine weit geringere Rolle als beim Nomen. Nach der semantisch-syntaktischen Klassifikation sind zusammengesetzte Verben determinative Zusammensetzungen, nach der strukturellen Zusammenrückungen. Als Grundwort erscheint das Verb, als Bestimmungswort Substantive, Adjektive, Verben, präpositionale Gruppen.

Verbale Zusammensetzungen sind so genannte unfeste Zusammensetzungen, d. h. sie können bei konjugierter Verbform gewöhnlich getrennt werden und einen verbalen Rahmen bilden. Aber in der Mehrzahl sind diese Zusammensetzungen motiviert. Die verbalen Zusammensetzungen umfassen also zwei Gruppen:

1) Zusammensetzungen, in denen als erstes Glied Vollwörter auftreten;

2) Zusammensetzungen mit Halbpräfixen.

Zusammengesetzte Adverbien sind zusammengesetzte Wörter meistens Zusammenrückungen verschiedener Art:

a) adverbialisierte Präpositionalgruppen (zuerst, zufrieden, überhaupt);

b) adverbialisierte nominale Wortgruppen (keineswegs, jederzeit);

c) adverbialisierte Verbindungen des Substantivs mit einem nachgestellten.

Adverb (bergauf, bergab).

Die wichtigsten semantischen Gruppen beim zusammengesetzten Adverb sind folgende:

1) Richtungsadverbien (treppauf, treppab);

2) Zeitadverbien (jahraus, tagsüber);

3) Zustandsadverbien (zufrieden, wohlauf).

Zusammenbildungen sind den Zusammensetzungen sehr ähnlich, sie bestehen aus zwei oder mehreren Wortstämmen und enden mit einem Suffix. Die Zusammensetzung und Ableitung geschehen zur gleichen Zeit. Die zweite Komponente ist keine Ableitung. Sie existiert nicht selbständig. Die Zusammenbildung ist eine junge Erscheinung. Sie erfolgt vor allem in der modernen Sprache im Bereich der Presse und Technik.

Abkürzung ist heute sehr produktiv vor allem in der Presse und hat neue Form. Kurzwortbildung ist in der deutschen Gegenwartssprache eine produktive Wortbildungsart in allen Kommunikationsbereichen: im offiziellen und wissenschaftlichen Verkehr, in den Massenmedien, im Alltagsverkehr. Sie besteht in der Verkürzung eines Wortes oder einer Wortgruppe auf die zum Verständnis unbedingt notwendigen Teile. Im Resultat der Kurzwortbildung entstehen Kurzwörter, die von Abkürzungen zu unterscheiden sind. Abkürzungen sind keine Wörter, denn sie sind schriftliche Zeichen, die nicht ausgesprochen werden. Man unterscheidet folgende Modelle von Kurzwörtern:

1) Bildung aus Buchstaben und Teilen von Wörtern: U-Bahn, SBahn;

2) Verkürzungen zusammengesetzter und langer Wörter. Kopf– oder Schwanzwörter, es bleiben nur Anfangs– oder Endteile. Klappwörter, die aus Anfangs– und Endteilen zusammengesetzter Wörter oder Wortverbindungen bestehen;

3) graphische Abkürzungen: die NATO, die BRD, die CDU. Akronyme (aus Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildete Kurzwörter), die entweder buchstabiert gesprochen werden oder deren Bestandteile (Anfangsbuchstaben oder – silben) phonetisch zusammengezogen werden: PLZ aus Postleitzahl; VIP sehr wichtige Persönlichkeit; UNO aus United Nations Organisation.

Die Wortbildung ist der wichtigste Weg zur Erweiterung des Wortbestandes.

Vorlesung 9. Phraseologie

Die Phraseologie als Teildisziplin der Lexikologie oder als selbständige linguistische Disziplin ist die Wissenschaft oder Lehre von den festen Wortkomplexen bzw. Wortverbindungen einer Sprache, die im System und Satz eine bestimmte Funktion und Bedeutung einzelner Wörter erfüllen.

Die linguistische Auffassung der Phraseologie ist terminologisch nicht eindeutig. Grundsätzlich wären hier drei Auffassungen zu nennen:

1) die Auffassung vom so genannten engen Umfang beschränkt das Objekt der phraseologischen Untersuchung auf semantisch umgeformte Wortgruppen bzw. Wortverbindungen;

2) eine andere Auffassung hat einen weiten Umfang. Nach dieser Konzeption gehören zum Bereich der Phraseologie alle Lexemverknüpfungen einer Sprache unabhängig davon, ob sie fest oder frei sind;

3) in letzter Zeit ist eine dritte Konzeption von großer Bedeutung. Nach dieser Auffassung, die von den meisten Phraseologieforschern anerkannt wird, befasst sich die Phraseologie mit allen Arten fester Wortkomplexe einer Sprache.

Folgende Aspekte der modernen Phraseologie-Forschung sind zu nennen:

1) der Benennungsaspekt, d. h. die Untersuchung der Frage, welche Fragmente der außensprachlichen Wirklichkeit durch feste Wortkomplexe bekannt werden, die Mechanismen ihrer Erzeugung, Probleme der Modellierung;

2) semantische Eigenständigkeit im Vergleich zu einfachen sprachlichen Zeichen;

3) kommunikative und pragmatische Potenzen und Leistungen der phraseologischen Wendungen im Text;

4) Prozesse der Idiomatisierung und Metaphorisierung der Phraseologismen.

Unter festen Wortkomplexen versteht man reproduzierbare Syntagmen, Wortverbindungen, prädikative Verbindungen und Sätze, die über eine besondere Semantik verfügen. Phraseologismen sind ein Mittel zur Erweiterung des Wortschatzes, zur Benennung der Erscheinungen und Objekte der Wirklichkeit. Feste Wortkomplexe werden bei ihrem Funktionieren in der Kommunikation nicht jedes Mal gebildet. Sie werden als fertige Einheiten des Lexikons in der Rede reproduziert. In dieser Hinsicht sind sie dem Wort ähnlich, deshalb bezeichnet man sie manchmal als Lexeme. Im Unterschied zum Wort weist aber das Formativ von festen Wortkomplexen keine einheitliche Form auf, sondern ist gegliedert. Feste Wortkomplexe sind sekundäre sprachliche Zeichen, die auf der Basis der primären gebildet werden. Der Struktur nach sind sie Wortgruppen oder Sätze, die nach den produktiven Modellen der Syntax gebildet sind. In dieser Hinsicht spricht man von der freien und phraseologischen Bedeutung der Wortverbindung, die den Begriffen direkte und übertragene Bedeutung eines Lexems entsprechen. Dabei können einige Wortkomplexe nur eine, die anderen aber die beiden Bedeutungen im Text realisieren.

Im Unterschied zu den freien Wortverbindungen weisen feste Wortkomplexe folgende Merkmale auf.

1. Idiomatität – semantische Umdeutung bzw. Transformation der Komponenten, die eine neue Gesamtbedeutung ergeben. Die Phraseologismen haben einen hohen Grad der Idiomatisierung. Die Bedeutung des Phraseologismus ist etwas ganz anderes als die Bedeutung seiner Bestandteile und zwar das Resultat der semantischen Transformation aller oder einiger seinen Komponenten.

2. Stabilität – die einzelnen Komponenten, bilden eine semantische und syntaktische Einheit:

a) lexikalisch-semantische Stabilität, d.h. kein Lexem darf durch ein anderes ersetzt werden. Man darf im Phraseologismus kein Wort durch ein Synonym ersetzen;

b) Stabilität der grammatischen Struktur. Man darf in grammatischer Sicht nichts ändern.

3. Reproduzierbarkeit – aufgrund der Lexikalisierung stehen sie als fertige Bedeutungseinheiten in stabiler Form den Kommunikationsteilnehmern zur Verfügung.

4. Realisierung – Phraseologismen sind fertige Benennungseinheiten des Lexikons.

5. Usuelle Geltung – Phraseologismen sind keine individuellen Gelegenheitsbildungen, sondern ein interindividuelles sprachliches Mittel.

6. Unmotiviertheit der Phraseologismen – das Benennungsmotiv lässt sich meistens nur auf der Basis historischer Kenntnisse erschließen.

Man unterscheidet:

1) Idiome (phraseologische Zusammenbildungen) – sind völlig unmotiviert: baden gehen (scheitern);

2) Phraseologische Einheiten – können in der gleichen Form auch als freie Wortverbindungen auftreten: das Fest abschöpfen (das Beste genießen);

3) Phraseologische Verbindungen – bestehen aus einem Funktionsverb und Verbalsubstantiv: etwas zur Diskussion stellen (etwas diskutieren).

Thea Schippan hat eine lexikalisch – syntaktische Klassifikation vorgeschlagen:

1. Phraseologische Ganzheiten. Das sind Umdeutungen eines Ausdrucks, der auch als freie Verbindung möglich ist: jmdm einer Korb geben; ein Kuckucksei ins Nest legen (jmdm. etwas Unangenehmes tun).

2. Feste Verbindungen. Das sind feste Wortkomplexe, bei denen eine (bzw. einige) Komponente eine übertragene Bedeutung hat, die andere wörtlich zu verstehen ist. Th. Schippan teilt sie weiter ein in:

a) feste Verbalverbindungen (Streckformen): Antwort geben, in Aufregung geraten;

b) feste Nominalverbindungen: schwarzer Tee, sauberer Charakter.

I. Černyševa hat eine strukturell-semantische Klassifikation angeboten. Ihrer Klassifikation liegen folgende Kriterien zu Grunde:

1) grammatische (syntaktische) Struktur:

a) Wortverbindungen, bzw. Wortgruppe;

b) Prädikative Verbindungen, Sätze;

2) Verknüpfungsart der Konstituenten:

a) singuläre Wortkomplexe;

b) serielle;

c) modellierte;

3) Bedeutung als Resultat der semantischen Transformation der Konstituenten:

a) feste Wortkomplexe, deren Bedeutung das Resultat der semantischen Transformation aller Konstituenten ist;

b) feste Wortkomplexe, deren Bedeutung das Resultat der Umdeutung einiger Konstituenten ist;

c) feste Wortkomplexe, deren Bedeutung das Ergebnis der eigentlichen Bedeutungen der Konstituenten ist.

Anhand dieser Kriterien unterscheidet I. Černyševa vier Klassen fester Wortkomplexe: Phraseologismen, phraseologisierte Verbindungen, modellierte Bildungen, lexikalische Einheiten. Phraseologiesmen schließen folgende Gruppen ein: phraseologische Einheiten, festgeprägte Sätze, phraseologische Verbindungen.

Phraseologische Einheiten haben die grammatische Struktur einer Wortverbindung. Die Bedeutung entsteht auf Grund der semantischen Umdeutung aller Konstituenten: etw. an den Nagel hängen (die Hoffnung aufgeben) Phraseologische Einheiten sind die bedeutendste Gruppe der Phraseologismen. Entsprechend ihrer Korrelation mit den Wortarten unterscheidet man:

– verbale phraseologische Einheiten: den Mund halten, jmdm. den Kopf waschen;

– substantivische phraseologische Einheiten: das schwarze Gold, ein unbeschriebenes Blatt;

– adverbiale phraseologische Einheiten: unter vier Augen, um ein Haar.

Sprichwörtliche Satzredensarten besitzen gleich anderen Phraseologismen eine semantische Singularität. Das sind gewöhnlich metaphorische oder metonymische Bezeichungsübertragungen, als auch Bedeutungserweiterung. Sprichwörter haben einen grundsätzlichen Unterschied. Ihre Semantik entsteht nicht durch Phraseologisierung der Konstituenten, sondern durch die Verallgemeinerung der menschlichen Lebenserfahrung. Sie gehören zur Folklore.

Folgende Merkmale lassen die Sprichwörter in den phraseologischen Bestand einbeziehen:

1) ihre Reproduzierbarkeit,

2) singuläre Verknüpfung der Konstituenten,

3) Zugehörigkeit zu dem logisch-syntaktischen Phraseologisierungstyp.

Zu semantischen Kategorien der Phraseologismen gehören phraseologische Polysemie, Homonymie, Synonymie und Antonymie.

Phraseologische Polysemie unterscheidet sich von der Polysemie der einfachen Lexeme quantitativ. Die semantische Ableitbarkeit der Phraseologismen ist verhindert, weil die Phraseologismen selbst das Resultat der Metaphorisierung sind. Neue Bedeutungen der Phraseologismen können durch parallele Metaphorisierung eines und desselben Syntagmas entstehen. Dabei handelt es sich um unterschiedliche referentielle Bezogenheit. So entstehen phraseologische Homonyme.

Phraseologische Synonymie ist eine der produktivsten bedeutendsten Kategorien der deutschen Phraseologie. Phraseologische Synonyme können wie die einfachen Lexeme sein: sinngleich (absolut), ideografisch (begrifflich), stilistisch.

Phraseologische Antonymie. Bei den phraseologischen Antonymen geht es sich um eine gegensätzliche lexikalische Konstituente. z. B: ein warmes Herz haben (liebevoll sein) ein kaltes Herz haben (gefühllos sein); ein weites Herz haben (großzügig sein), ein enges Herz haben (nicht großzügig sein).

Feste Wortkomplexe nicht phraseologischen Typs. Dazu gehören: phraseologisierte Verbindungen, modellierte Bildungen und lexikalische Einheiten. Phraseologisierte Verbindungen sind serielle Verbindungen einer semantisch transformierten Konstituente mit der anderen Konstituente in ihrer eigentlichen Bedeutung. Man unterscheidet zwei Klassen der modellierten Bildungen:

1) typisierte grammatisch-stilistische Konstruktionen,

2) feste analytische Verbalverbindungen. Für die erste Gruppe der modellierten Bildungen ist, wie es schon oben am Beispiel gezeigt wurde, das Vorhandensein eines Strukturmodells und einer bestimmten typisierten Semantik charakteristisch.

Lexikalische Einheiten sind feste Verbindungen mit nominativer Funktion. Sie verfügen über eine Gesamtbedeutung und bilden eine semantische Ganzheit auf Grund der eigentlichen lexikalischen Bedeutung der Konstituenten. Es fehlt hier jede Art semantischer Transformation.

Vorlesung 10. Territoriale Differenzierung des deutschen Wortschatzes

Unter Stratifikation des Wortbestandes ist seine Schichtung zu verstehen, d.h. die Schichtung, die durch vielseitige Kommunikation einer Sprachgemeinschaft bedingt ist. Jede Sprache weist nicht nur regionale Unterschiede auf, sie ist auch in sozialer und funktionaler Hinsicht nicht homogen, sondern durch verschiedenartige Varianten gekennzeichnet. So tritt auch die deutsche Sprache der Gegenwart in mannigfaltiger Gestalt auf. Als Instrument der Verständigung ist sie den verschiedenartigen Bedingungen und Anforderungen der gesellschaftlichen Kommunikation angepasst, so bilden sich ihre besonderen Erscheinungsformen heraus.

Die allgemein gültige Erscheinungsform der deutschen Sprache wird in der Germanistik traditionell Nationalsprache genannt. Das ist normalisierte Form, bzw. präskriptive Norm der deutschen Sprache, die gesprochen wird – auf der Bühne, im Funk, im Film, am Rednerpult, im offiziellen Gespräch; die geschrieben wird: in der schöngeistigen und wissenschaftlichen Literatur, in der Presse, im amtlichen Brief. Die Realisierung der Norm nennt man Hochsprache, sie ist also eine aktivisierte Schriftsprache mit gewissen landschaftlichen Färbungen. Sie ist die Sprache der kulturellen Funktion, also Kultursprache neuerdings auch Standardsprache genannt. Sie überwindet die landschaftliche und soziale Begrenztheit und ist damit die Einheitssprache oder Gemeinsprache. Die Nationalsprache erfüllt die kommunikative Funktion für die ganze Nation.

Die zweitwichtigste Erscheinungsform, die mit gewissen Einschränkungen zu den gemeinsprachlichen Formen gehört, ist die Umgangssprache. Es handelt sich dabei um eine Mittelstellung zwischen Literatursprache und Mundart. Funktional ist sie in erster Linie ein Kommunikationsmittel des mündlichen Verkehrs, und zwar vor allem des persönlichen Gesprächs, also gewöhnlich der nicht offiziellen Situation. Diese Sprache ist die Umgangsprache im engeren Sinne und hat auch die Formen der Alltagssprachen und die des Slangs. Die Umgangssprache bildet kein selbständiges System und hängt von der Nationalsprache ab.

Die Mundarten sind lokal begrenzt und werden auf kleinen Orten gebraucht. Sie schließen in sich landschaftliche und örtliche Besonderheiten. Die Mundart besitzt eine bestimmte sprachliche Struktur und beruht auf eigenen Gesetzen. Sie hilft die Geschichte der deutschen und germanischen Stämme bewahren. Die Mundart bleibt heute lebendig, weil sie die Schöpfung der Bevölkerung ist. Die Emotionalität und Bildhaftigkeit sind die Eigenschaft der Mundart. Man unterscheidet die niederländische Dialekte (Niederfränkisch und Niedersächsisch), Hochdeutsche Dialekte oder Mitteldeutsch (Ostmitteldeutsch und Westmitteldeutsch), Oberdeutsch (Bayerisch, Alemannisch, SüdOstfränkisch und Südthüringisch).

Vorlesung 11. Die soziolinguistischen und funktionalen Aspekte der Stratifikation des deutschen Wortbestandes

Für sozial-beruflich ausgeprägte Lexik werden in der Germanistik viele Termini gebraucht: Sondersprachen, Sonderwortschätze, Sonderlexik, Soziolekte. Dieser Wortschatz entwickelt sich in verschiedenen Gruppen der Sprachgemeinschaft aufgrund der gemeinsamen Lebensbedingungen.

Zwei Besonderheiten der Sonderlexik sind aus soziolinguistischer Sicht hervorzuheben:

1) es ist keine selbständige Erscheinungsform der Sprache. Es ist nur ein eigentümlicher Wortschatz, der in der Gemeinsprache realisiert wird. Darum bevorzugt man in moderner Germanistik die Termini – Sonderwortschätze, Sonderlexik, Soziolektismen;

2) es geht dabei nicht um individuelle Abweichungen von der Norm der Schriftsprache, sondern um die von der Norm abweichenden sprachlichen Besonderheiten ganzer Sprechgruppen.

In der Germanistik wurde die Sonderlexik traditionsgemäß in drei Gruppen eingeteilt:

1) Fachsprachen (Termini);

2) Berufssprachen (Berufswortschatz);

3) Standessprachen (Jargons).

Zu den Fachwortschätzen sind Termini, Halbtermini und Fachjargonismen zu zählen. Unter Termini oder Fachwörtern versteht man fachbezogene Wörter, die in fachgebundener Kommunikation realisiert werden. Der Terminus ist nur durch eine Definition zu erklären. Termini sind deshalb immer Fachwörter, deren Inhalte durch Definitionen festgelegt sind. Der Terminus ist nur aus einer Theorie abzuleiten und kommt daher nur als Element einer Terminologie bzw. eines terminologischen Systems vor.

Die wesentlichen Kriterien für einen Terminus sind Eindeutigkeit, Genauigkeit, Festlegung seines Wertes in der Hierarchie der Terminologie. Die pragmatischen Gesichtspunkte wie Wirkung, Verständlichkeit, Emotionalität sind dafür zurückgetreten. Außerhalb dieses terminologischen Systems kann er auch nichtterminologisches gemeinsprachliches Wort sein. Neue Erkenntnisse wirken sich auf terminologische Systeme und ihre Elemente aus. Daher können auch Termini zu Homonymie und Polysemie und auch zur Synonymie tendieren.



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