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Читать: Лексикология немецкого языка - Светлана Александровна Учурова на бесплатной онлайн библиотеке Э-Лит


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Professionalismen sind wie die Termini eine sach– oder fachgebundene Lexik, die der sach– oder fachgebundenen Kommunikation dient. Im Unterschied zu den Termini sind die Professionalismen nichtstandartisierte und nichtdefinierte Fachwörter und dienen der praktisch-fachlichen Kommunikation und nicht der theoretisch-fachlichen. In der Germanistik versteht man unter Berufslexik solche Sonderwortschätze wie Bergmannssprache, Zimmermanssprache, Seemannssprache. Das sind meistens Wörter, die sich mit dem gemeinsprachlichen Wortschatz kreuzen und sich von diesem meist nur durch Zugehörigkeit zu einem speziellen Fachbereich abheben.

Zur fachgebundenen Lexik gehören (neben Termini und Halbtermini) auch expressive Dubletten der Fachwörter. Im Unterschied zu den Termini kommt es bei ihrem Gebrauch nicht auf Genauigkeit oder Eindeutigkeit, sondern auf wertende, oft abwertende Charakteristika. Sie werden häufig an Stelle der Termini oder Halbtermini, besonders im alltäglichen vertrauten Umgang mit Arbeitskollegen gebraucht. Sie haben meist bildhaften Charakter und enthalten vielfach eine starke wertende Bedeutungskomponente. Aufgrund dieser Funktion wird diese Lexik als Berufsjargonismen oder Fachjargonismen bezeichnet.

Als Quellen der Entstehung fachsprachlicher Lexik können folgende Faktoren genannt werden:

1) gemeinsprachliches Wortgut, das durch Definition genormt und terminologisiert worden ist;

2) metaphorische oder metonymische Übertragung aus der Gemeinsprache und Wortbildung (für die motivierten Termini);

3) fremdes Wortgut (meist Internationalismen, Neubildungen aus griechischen oder lateinischen Morphemen und Lexemen).

Unter gruppenspezifischen Wortschätzen versteht man Sonderwortschätze verschiedener sozialer Gruppen einer Sprachgemeinschaft mit gemeinsamen Lebensbedingungen. In den früheren Klassifikationen sind sie als Jargons bekannt, in jüngeren – als Gruppensprachen, Gruppenwortschätze, Soziolekte. Ihr Gerbrauch kennzeichnet den Sprecher als Angehörigen einer Interessen-, Freizeit-, Alters– oder Organisationsgruppe. Der Unterschied dieser gruppenspezifischen Lexik von den Fachwortschätzen besteht darin, dass sie expressive oder euphemistische Synonyme zu den bereits bestehenden Wörtern der Gemeinsprache darstellen. Hauptmerkmale, die alle Gruppenwortschätze kennzeichnen, sind die Anschaulichkeit und Bildhaftigkeit der Wörter, die durch metaphorische Übertragung der gemeinsprachlichen Lexik entsteht.

Zu den bekanntesten Wortschätzen des Deutschen gehören die so genannte Studentensprache, die Gaunersprache bzw. das Rotwelsch oder Argot, die Soldatensprache.

Die Jargonismen dieser Gruppe erfüllen eine Tarnfunktion. Dieser Gruppenwortschatz ist ein Mittel, sich von den Nichteingeweihten abzusondern und für alle anderen Angehörigen der Sprachgemeinschaft unverständlich zu bleiben. Dieser Wortschatz zeichnet sich durch eine besondere Wandelbarkeit aus. Sobald ein Argotismus in der Gemeinsprache bekannt wurde, wurde er sogleich durch ein neues Wort ersetzt. Ein viel umstrittenes Problem der gruppenspezifischen Lexik sind gewisse Eigenheiten des Wortschatzes der Jugendlichen. In der einschlägigen Literatur gibt es auch andere Bezeichnungen: Jugenddeutsch, Jugendjargon, Jugendslang, Teenagerdeutsch, Jugendsprache, Soziolekt u.a.

Die Besonderheit der Jugendsprache ist die Tatsache, dass sie sozial nicht gebunden und nicht beschränkt ist. Träger dieses Gruppenwortschatzes sind verschiedene Altersgruppen, sie umfassen Jugendliche im Alter von 14 bis 30 Jahren.

Eine der viel diskutierten Fragen ist die Einflüsse der Fachlexik auf den Gemeinwortschatz. Die Fachwörter verschiedener Bereiche beeinflussen immer stärker den Wortschatz der Gemeinsprache. Darum spricht man heute von einer zunehmender Intellektualisierung der Gemeinsprache (als Folge einer von Wissenschaft und Technik beeinflussten gesellschaftlichen Entwicklung).

In der Alltagspraxis werden heutzutage viel mehr technische Konsumgüter verwendet. Das technische Vokabular dringt damit in die Gemeinsprache ein. Das sind Fachwörter der Elektronik, der Wortschatz der Kraftfahrzeugtechnik usw. Die Lexik der Gemein-und Umgangsprache wird ständig durch Gruppenwortschätze bereichert. Die synonymischen und thematischen Reihen des Allgemeinwortschatzes werden mit stilistischen und ideographischen Synonymen, Lexemen und Phraseologismen der gruppenspezifischen Wortschätze aufgefüllt. Bezeichnend dabei für alle Lexeme ist ihre zusätzliche semantische Umformung. Entweder sind die Bedeutungen erweitert oder es tritt eine metaphorische Bedeutungsübertragung ein, wodurch Phraseologismen entstehen.

Die Wechselbeziehungen zwischen Jugendlexik und Umgangssprache ist ein durchaus interessantes Thema der modernen lexikalischen Forschung. Der Beitrag der Jugendlexik zur Erweiterung der expressiven, stilistisch markierten Lexik ist in den letzten Jahrzehnten sehr bedeutend. Gerade die Jugendlexik ist eine der wichtigsten Quellen der gängigen Ausdrücke bzw. Modewörter in der saloppen Alltagsrede.

Zu Besonderheit dieser Sonderlexik gehört die Tatsache, dass sie ohne sekundäre semantische Transformation in der Umgangssprache fungiert. Bei der Betrachtung der Erscheinungsformen der deutschen Sprache, der Stratifikation des deutschen Wortbestandes und der Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen Schichten kann man folgende Schlüsse ziehen.

1. Aus synchroner Sicht ist der Worbestand ein vielschichtiges Gebilde, das die Kommunikation einer Sprechgemeinschaft gewährleistet. Die zentrale Schicht bildet der Allgemeinwortschatz, der den Begriffsschatz der Sprache repräsentiert, was seine Multivalenz bedingt, d.h. seine Gültigkeit in allen Gebrauchssphären. Diese Schicht ist auch durch den normativen Charakter und einen Reichtum an funktionalstilistischen Varianten gekennzeichnet. Um diesen Kern liegen weitere oder periphere Schichten: fachgebundene Lexik (Termini, Halbtermini, Fachjargonismen), Gruppenwortschätze sozialer Gruppen und der Altersgruppen (Studentensprache, Argot, Jugendsprache usw.) die territorialgebundene Lexik (dialektale und landschaftliche).

2. Aus diachronischer Sicht ist der Wortbestand Produkt zahlreicher sozialbedingter und sprachlicher Übergänge aus zentraler Schicht in periphere und umgekehrt. Die Wechselbeziehungen zwischen Allgemeinwortschatz und fachbezogener Lexik einerseits und Allgemeinwortschatz und Gruppenwortschätzen andererseits werden von verschiedenen semantischen Prozessen begleitet: Absonderung bzw. Spezialisierung, Erweiterung, zusätzliche semantische und funktionalstilistische Transformationen.

Vorlesung 12. Zeitliche Markierung der Lexik. Das Neue und alte Wortgut der deutschen Sprache

Wortschatzwandel ist ein charakteristisches Merkmal der Sprache als gesellschaftlicher Erscheinung und als Kommunikationsmittel. Die zeitliche Markierung der Lexik ist eine der wichtigsten kommunikationsrelevanten Kennzeichnungen des Wortes, ihre wichtigsten Erscheinungsformen sind Neologismen und Archaismen.

Neologismen stellen eine konkrete Geschichte des Volkes dar. Das ist ein neues Wort, das zu einer bestimmten Epoche entstanden ist. Dieses Wort benennt alles Neues, was in der Gesellschaft benannt werden soll. Neologismen entstehen in allen Bereichen des Lebens – in der Politik, im Gesundheitswesen, im Bereich der Industrie, Technik, Werbung.

Der Neologismus wird als eine neue lexikalische Einheit aus Neulexeme und Neubedeutung definieren, die in einer Gemeinschaft aufgrund des kommunikativen Bedarfs aufkommen, in den allgemein gebräuchlichen Wortschatz übernommen und als sprachliche Norm akzeptiert werden. Der Neologismus kann sich entweder auf das Zeichen in seiner formalen und inhaltlichen Gesamtheit oder nur auf eine seiner beiden Seiten, auf seine Bedeutung beziehen.

Die Ursachen der Bildung von Neologismen liegen im Bedarf an neuen Benennungen, die als Erstbenennungen für neue Objekte oder als pragmatisch günstigere Zweitbenennungen für alte Objekte gebraucht werden. Die Zweitbenennungen entstehen oft, um das soziale Prestige des bezeichneten Denotats zu erhöhen oder den Ausdruck zu verstärken bzw. zu verhüllen.

Man unterscheidet drei Wege der Entstehung von Neologismen: Entlehnung, Wortbildung, Analogie. Man unterscheidet drei Gruppen der Neologismen: Neuwort, Neuprägung und Neubedeutung. Zu den Neulexemen gehören Neuentlehnungen, Neuphraseologismen, Kunstwörter, Kontrakturen, Abkürzungen. Neuschöpfungen entstehen ohne analoge Wortbildungsmuster.

Neuprägungen bzw. Neubildungen das sind die Wörter, die nach funktionierenden Modellen gebildet werden, aber man bekommt neue Kombinationen und Bedeutungen. Neuprägungen sind Komposita und Derivate verschiedener Art, die nach einheimischen Wortbildungsmustern entstehen.

Neubedeutungen sind neue Bedeutungen der schon vorhandenen Wörter. Neubedeutungen können auch auf fremdsprachliche Einflüsse zurückgehen. In diesem Fall spricht man von Bedeutungsentlehnungen.

Unter Archaismen versteht man Wörter und Wendungen, die im heutigen Sprachgebrauch wegen ihrer Bedeutung oder lautlichgrammatischen Form als veraltet empfunden werden. Der Archaismus bezeichnet ein funktional veraltetes Wort.

Da das Wort eine Einheit aus Formativ und Bedeutung ist, unterscheidet man demnach folgende Arten von Archaismen.

1. Historismen (Begriffsarchaismen) sind die Wörter und Wendungen, die Begriffe aus früheren historischen Epochen bezeichnen. Sie bezeichnen die Gegenstände oder Erscheinungen, die heute veraltet sind oder nicht mehr gebraucht werden. Historismen werden genutzt, um über nicht mehr existente Denotate zu kommunizieren und das Zeitkolorit zu beleben.

2. Semantische Archaismen, solche Lexeme und Wendungen, die im heutigen Sprachgebrauch durch neue, jüngere Synonyme verdrängt werden.

3. Bedeutungsarchaismen, darunter versteht man solche Lexeme, deren Grundbedeutung oder eine andere Bedeutung veraltet ist.

4. Archaismen der Form (lautlich-morphologische Archaismen), hier geht es um Wörter, deren lautliche bzw. morphologische Form veraltet ist.

In der heutigen Kommunikation sind Archaismen nur motiviert zu gebrauchen. Kommunikativ notwendig ist ihre Verwendung zur Benennung von Sachverhalten historisch zurückliegender Zeitepochen. Eine spezielle Funktion haben Archaismen im Sprachkunstwerk zur Schaffung eines Zeitkolorits. Archaismen werden auch als Mittel des Sprachporträts genutzt. Durch altertümliche Redeweise wird die Generationsgebundenheit einer Person charakterisiert.

Literaturverzeichnis

1. Медведева Е. В. Лексикология немецкого языка: лекции, семинары, практические занятия / Е. В. Медведева. М.: Книжный дом «ЛИБРОКОМ», 2009. 448 с.

2. Ольшанский И. Г. Лексикология. Современный немецкий язык: учебник / И. Г. Ольшанский, А. Е. Гусева. М.: Издательский центр «Академия», 2005. 416 с.

3. Степанова М. Д. Лексикология современного немецкого языка: учебник / М. Д. Степанова, И. И. Чернышёва. М.: Издательский центр «Академия», 2003. 256 с.

4. Шевелева Л. В. Лексикология современного немецкого языка: курс лекций / Л. В. Шевелева. М.: Высшая школа, 2004. 240 с.



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